Speaker 1
(Intro-Musik)
Speaker 2
(Flüstern) Podast, Poda, Podastovor. Ja. Stephan Tietz und Florentin Williwilly. Wic, wic, wic, wic. (Hintergrundmusik wird leiser) Das wird 'ne Menge Spaß. Spaß, Spaß, Spaß. Ja, hallo.
Speaker 3
Du, für das Intro reicht das.
Speaker 2
Reicht absolut, abgenommen. Wunderbar. Mehr ist gar nicht nötig. Danke an David für dieses fantastische Intro und neben mir schwungvoll wie immer, Stephan Tietze. Und gegenüber von mir-- und jetzt Geometriefreaks, (lachen) viel Spaß mit dem Bild in eurem Kopf. Flo Nebel.
Speaker 3
Peripher links leicht von mir, Stephan, Maria tietze, schön, dass du da bist. Das war David-
Speaker 2
Wenn Florentin rechts neben Stephan ist- -und Karl links neben Florentin-
Speaker 3
Mhm.
Speaker 2
-wer ist dann rechts?
Speaker 3
In einem wie viel Dimensionsraum müssen wir uns bewegen, damit diese Aussagen wahr sein können? Stephan Tietze ist im Raum, David ist auch mit dabei. Vielen Dank für dieses Intro mit einem mysteriösen Anklang. Wir wissen nicht genau, ob's dir gut geht. Bitte melde dich mal.
Speaker 2
Kurz 'ne Frage in eigener Sache.
Speaker 3
Ja.
Speaker 2
Kommen noch genug Intros rein?
Speaker 3
Ähm, ich hab schon tatsächlich relativ lange nicht mehr meine alten, äh, Klapp-Klappspaten-Laptops aufgemacht. (lachen)
Speaker 2
Okay.
Speaker 3
Äh, deswegen gehe ich davon aus-- die Tatsache, dass ich so lange nicht mehr geprüft hab, unser E-Mail-Postfach zeigt, dass wir noch genug im Back Catalogue haben.
Speaker 2
Genau.
Speaker 3
Die einzige Nachricht, die ich noch in den Podcast bringen kann, ist, ich hab den Namen vergessen der Einsenderin, aber bei, äh, wir haben vor einiger, vor einigen Jahren drüber gesprochen. Äh, Bifi mit Schoko-Mantel.
Speaker 2
Mhm. Zwei Wochen her.
Speaker 3
Und die junge Dame, deren Namen ich vergessen hab, wir nennen sie mal Marlene. Marlene, ähm, hat geschrieben, dass sie immer ein Snickers halbiert und einem Hotdog gleich eine Bifi dazwischen, ähm, legt. Und sie nennt das entweder Snifi oder Biffers. Ich weiß nicht mehr genau. Eins von beiden.
Speaker 2
Ja. Beides wie Reinigungsmittel.
Speaker 3
(lacht) Ja, stimmt.
Speaker 2
Aber ja, spannend.
Speaker 3
Also entweder hieß sie Marlene oder Martha und entweder hat sie's Snifi oder Biffers genannt. Also wir haben jetzt ein, eine Permutationstabelle von vier Möglichkeiten- -und nur eine davon ist richtig. Also-
Speaker 2
Aber das Bild, was entsteht, ist ja in etwa das gleiche. Also von daher, vielen Dank, äh, an, ja, zu, ja-
Speaker 3
Voll eine tolle Idee.
Speaker 2
Ne, sehr schön. Ich hab mich nur gefragt, äh, wie viele überhaupt noch Intros reinschicken. Seitdem du so hart durchgegriffen hast.
Speaker 3
Nein, nein, nein, nein, nein. Die Leute lieben das. Die lieben Beschränkungen. Beschränkungen, ähm, reizen ja auch die Kreativität. Wenn du weißt, okay, schreib eine Geschichte mit drei Sätzen.
Speaker 2
Florentin kam wieder.
Speaker 3
Okay, guck mal. Du hast jetzt zum Beispiel die zwei anderen Sätzen, Sätze gar nicht genutzt. Das ist jetzt aber kreative Kreativität.
Speaker 2
Was war noch mal die Aufgabe? Ich sprech zu leise. Ich sprech zu leise. Ich sprech zu leise. Tut mir leid. Kannst du lauter und deutlicher sprechen?
Speaker 3
Dann mach 'ne, gut, dann ma' 'ne Geschichte mit vier Worten. Nur vier Wörter.
Speaker 2
Florentin kam wieder zu sp--(lacht)
Speaker 3
Jetzt müsste man rechts schreiben.
Speaker 4
Später.
Speaker 3
Zu spät kann man zusammenschreiben. Zu spät. Da werden jetzt (lacht). Und es ist so nach unten geschrieben, so ganz am, am Rand entlang. Na ja, aber er ist, man weiß, man weiß es nicht so. Da muss man genau wissen, was man zusammenschreibt und was nicht. Aber willst du mich irgendwie verarschen or was?
Speaker 2
Hm?
Speaker 3
Ist das witzig dann da sozusagen, ähm, über Florentin zu schreiben?
Speaker 2
Wieso denn? Wieso denn?
Speaker 3
Stephan, wenn du mich provozierst, ohne Witz, ich bin on edge. Ich hau, ich hau dir in die Fresse. Wirklich.
Speaker 2
Du haust mir in die Fresse? Komm mal her.
Speaker 3
Stephan, wenn dein, wenn dein Nochmal so 'n-- Stephan! Ey, wenn der noch mal so 'nen Spruch abgab, ich hau dir, ich hau dir zwischen deine kleinen, äh, schwachen Augen. Ich hau dir auf deinen Schwachpunkt. Ich seh deinen Schwachpunkt.
Speaker 2
Mit-- zwischen meinen Augen? Das is' ne weiche Stelle.
Speaker 3
Ich bin, ich bin tatsächlich 'n bisschen aggressiv in letzter Zeit.
Speaker 2
Warum?
Speaker 3
Weil ich hab ein, na ja Hobby. Was heißt Hobby? Aber anscheinend hat der Algorithmus-Gott entschieden, dass ich mich jetzt für Kampfsport interessiere. Aber nicht für irgendeinen Kampfsport, sondern es gibt so 'nen Typen auf YouTube und Instagram, der ist absolut faszinierend, weil der ist so 'n Türstehertyp und der macht so Ratschläge, wie, wie man einfach Leute zusammen prügelt. Und der sagt immer so, "Ja gut, im Ring, da kannst du hier deine Sperenzchen machen oder so, aber in der Straße machst du ba-ba-ba-bap. Da machst du rechts, links, rechts so und dann liegt und dann sagst du: Willst du noch einer auf die Fresse? Und dann machst du ba-ba-ba-bap." Und der ist so no Bullshit. Äh, der, der Account heißt auch irgendwie so UCC Vollgas. Also einfach so direkt aufs Maul.
Speaker 2
Weißt du, was ich spannend finde an solchen Videos?
Speaker 3
Ich liebe den.
Speaker 2
Weil du gibst ihm auch 'n Herz.
Speaker 3
(lacht)
Speaker 2
Also alle sagen sein Aussehen ist böse und schlimm und krass. Er macht am Ende 'n Insta-Reel-
Speaker 3
Richtig.
Speaker 2
-mit 'nem, wo du 'n Herzchen geben kannst.
Speaker 3
Ja.
Speaker 2
Und du kannst es weiterleiten.
Speaker 3
Da oben nach oben. Und der sagt auch, "Mann, wir haben nicht genug Herzchen bekommen. Wir müssen mehr Content machen". Und der ist immer so geil, weil in jedem Video sagt er, Ring ist nicht das Gleiche wie Straße. Und diesen Satz hab ich wirklich schon dutzende Male gehört und ich hab's langsam verstanden. Der Ring ist nicht die Straße. Und wenn, wenn einer vom Messer kommt, ba-ba-ba-bap, der, der hat immer so ganz schnelle Schläge in kurzer Abfolge-
Speaker 2
Was das Nokia 2410, was es gefilmt hat, nicht wirklich einfangen kann. Und dann wird's bei TikTok noch runterkomprimiert auf zwei P.
Speaker 3
Ja, und der ist einfach fantastisch. Und deswegen, der sagt immer so, hau dem auf die Fresse, bevor der Kampf überhaupt losgeht. Der sagt immer, wenn mir einer kommt- -wenn an der Tür einer kommt und sagt, äh, ja, willst du was? Ba-ba-ba-bap. Sofort. Sofort ins, aufs Maul.
Speaker 2
Seh ich.
Speaker 3
Und seitdem denke ich mir, ja, die einzige Chance, die ich hab, 'n Kampf überhaupt zu überleben, geschweige denn zu gewinnen, ist, ich prügel einfach drauf ein, bevor der Kampf überhaupt losgeht.
Speaker 2
Du warst gar nicht so weit weg mit deiner Kreiseltaktik.
Speaker 3
Ey, Stefan, ohne Witz.
Speaker 2
Du hattest die Kreiseltaktik.
Speaker 3
Dass du dich-- Ich bin kurz davor, dir so hart auf die Fressa zehauen.
Speaker 2
Ich mach die, die, die Windmühle.
Speaker 3
Genau, wie hieß der noch mal? Müder, ähm...
Speaker 2
Oh.
Speaker 3
Ähm...
Speaker 2
Nee, ich hab gedacht-
Speaker 3
Wie hieß denn noch mal der Typ? Marc Glüber irgendwie so was.
Speaker 2
Mhm.
Speaker 3
Aus dem Sketch, den wir gemacht haben.
Speaker 2
Ah ja.
Speaker 3
Der hatte, Hübener, Mark Hübener oder irgendwie so was. Ich weiß es nicht mehr ganz genau.
Speaker 2
Ja, gute Arbeit. Wo es denn einen Menschen gab, der die Technik beim UFC revolutioniert hat. Ein Typ, dem man nicht ansieht, dass er, also Florentin, der, dass er kämpfen kann.
Speaker 3
Okay, jetzt du, wirklich-
Speaker 2
Nee, ich provoziere nicht.
Speaker 3
Ein Punkt ist, ich bin kurz davor, ich, ich wittere einen Kampf und ich will ihn erstschlagsmäßig direkt gewinnen, indem ich dir direkt komplett auf beide Ohren gleichzeitig schlage. Weißte, der meint so, ja, da kam einer an irgendwie, dann hab ich dem erst mal direkt das Gelee aus den Augen gedrückt. Ich denk mir, pfff, bitte was? Da kommt jemand zu dir an die Tür und du drückst ihm die Augen aus oder was? Der, der ist einfach so no Bullshit. Und der geht so: Das muss auch so hart strafpassen. (Lachen)
Speaker 2
Wenn du da an die Tür kommst und dann wird dir direkt die Augen, der Augensaft aus den Augen gepresst... Leute!
Speaker 3
(Lacht) Der hatte auch so 'nen Stockkampf. Der hat, hat er so 'nen kleinen Stock dabei.
Speaker 2
Nunchuks.
Speaker 3
Der is' einfach nur so 'n kleinen Stock. Und er sagt, ja, also wenn ich mich entscheiden könnte, Messer oder Stock, ich würd immer den Stock nehmen- -weil du dich auskennst, weil da kannst du dich nicht selber mit verletzen und alles und so. Und der Typ, der sieht eigentlich richtig, der sieht relativ nett aus und relativ, äh, so irgendwie so 'n normaler Typ irgendwie mit so 'ner ganz räudigen Jogginghose, wo ich auch selber meine modischen Entscheidungen hinterfrage. Seit letzter Woche sind wir ja eh modisch, ähm, im, im-
Speaker 2
Ja, ich hab mir wieder mein Soft Summer Blue angezogen.
Speaker 3
Soft Summer, ja. Sehr schön.
Speaker 2
Ein Blau, ähm-
Speaker 3
Und man merkt, dass sofort deine deine traurigen Augen sofort rausspringen, einem ins Gesicht quasi.
Speaker 2
Ja.
Speaker 3
Ist richtig schön. Und, ähm, bei dem die Jogginghose ist auch 'n bisschen unvorteilhaft, aber der ballert alles zusammen. Und seitdem bin ich wirklich so-
Speaker 2
Moment, Florentin Wild sagt, bei ihm war die Jogginghose ein bisschen unvorteilhaft. Ähm... (drei Sekunden Pause) Ein Satz, den ich verstehe.
Speaker 3
Okay. Okay.
Speaker 2
In diesem Kontext? Schwierig.
Speaker 3
Ja. Na ja, aber weißte-
Speaker 2
Ein-
Speaker 3
Ring ist halt nicht das Gleiche wie Straße, ne?
Speaker 2
Wofür ist denn die Jogginghose?
Speaker 3
Nein, definitiv nicht im Ring. Okay. Bei Ring und Straße ist unterschiedlich.
Speaker 2
Das haben wir verstehen.
Speaker 3
Den Ring kannst du da machen, deinen Capoeira oder so, ja. Aber auf der Straße, musst du sofort ran, musst du sofort auf die Augen schlagen. Du musst sofort direkt in die Nasenlöcher reinschlagen.
Speaker 2
Jetzt war ja auch bei der ganzen in der ganzen Politikwelt und Bundestagswahl blablabla war ja immer ah TikTok auch son Thema. Mhm. Ah, die Jugend radikalisiert sich, alle hängen zu viel vor TikTok blablabla und dann Wahlerfolg der Linken, ah, das muss an TikTok gelegen haben und so weiter und so fort. Mhm. Und irgendwie insgeheim muss ich immer son bisschen grinsen, weil das, was bei mir hängen bleibt bei TikTok, ist, schwarze Bären sind gefährlicher als braune Bären.
Speaker 3
Richtig.
Speaker 2
Oder Ring ist nicht gleich Straße. Genau. Also das sind so so Dinge wie in Amerika ist es anscheinend eine Sportart für alte Midlife Crisis Männer ja auf Rollschuhen son Rollschuhdisco, son Rollschuhtanz Richtig. Auch die fahren im Preis, ach das ist super niedlich. Ja. Und dann fahren die jetzt aber
Speaker 3
Und die reißen alles weg, ne. Also da sind Kinder auf der Bahn, ist denen scheißegal, die haben keine Ahnung.
Speaker 2
Die haben aber sone lockere, ich muss sagen, lockere, sexy Hüfte. Absolut. Und dann wird da der der Fuß rausgeschmissen und im Hintergrund fällt noch irgendwie 'n jünger Typ mit, wo man denkt, wie bist du denn reingekommen? Lauf, lauf, lauf, nimm die Rollschuhe und ras weg.
Speaker 3
Ja, aber irgendwann musst Du's ja auch weiter tragen das Hobby, ne.
Speaker 2
Sowas wird mir die ganze Zeit angezeigt. Ja. Und ich werd vielleicht radikalisiert, kann schon sein.
Speaker 3
Hat das, vielleicht hat das das eine Wahlentscheidung beeinflusst, Du weißt nur nicht genau wie. Das ist ja alles so, ich glaub, der Algorithmus ist auch nicht so direkt so, zeigt dir Wahlwerbung, sondern der manipuliert dich so subversiv, dass du's gar nicht merkst. Weil es gibt ja auch so dieses Benutzerprofil. Auf Instagram kannst Du dir anschauen, als was Du von dem Werbealgorithmus, also was deine Interessen sind, die analysiert wurden. Und da ist teilweise irgendwie fundamentalist Christian. Mhm. Und ich denk mir so, wüsste ich jetzt nicht.
Speaker 2
Ja, aber die anscheinend unterdrücktes Wutproblem.
Speaker 3
Genau, hat er das irgendwie so mit reingebracht oder so. Bei mir ist halt viel Straßenkampf.
Speaker 2
Angry issues.
Speaker 3
Weil in der Straße ist halt nicht das Gleiche wie im Ring. Wenn Du mit deinen Ringtechniken auf der Straße ankommst, Du kommst nicht weit. Ja. Sondern Du musst einfach direkt, wenn die dir blöd kommt, musst Du dir richtig die Augen ausdrücken, Du musst ihm die Ohren abreißen, sofort. Keine keine Gnade, musst Du sofort hin. Mhm. Aber das ist auch son Ding, es heißt ja, Marshall Arts. Ja, also das ist ja eine Kunst, Kampfkunst sagt man ja auch, wo ich mir denk, was genau ist die Kunst dabei? Weil Du drückst ihm das Augengelee raus, Du spaltest den Schädel, Du tötest ihn und seine Nachkommen in schneller Schlagabfolge. Mhm. Du musst wirklich, Du musst einfach einmal linkes Auge, rechts Auge, linke Auge und dann dem Kind vor davon auch noch mal 'n Schlag in die Kehle und dann ist alles ausgeschaltet. Ja. Und niemand kann den rechen und dann bist Du direkt, bam bam bam bam bam, bist Du direkt wieder an der Tür. Weil Tür ist nicht das gleiche wie Ring, definitiv nicht.
Speaker 2
Nee, genau. Und wo kein Kläger, da kein Richter.
Speaker 3
Wo ein Schläger, da kein Kläger. Ja. Ist meine Und genau. Ist mein Motto. So heißt es Wenn
Speaker 2
du alle ausschaltest, gibt's keine Zeugen.
Speaker 3
Wenn die Zeugen keine Augen mehr haben, wird der Können
Speaker 2
sie vor Gericht nichts aussagen.
Speaker 3
Weil der Richter sagt, sie haben keine Augen, sie können nicht mein Mann dann nicht gesehen haben. So. Kein Problem, ja. Und so musst Du ganz schnell sein. Das heißt, auch ich im Zug, ich war jetzt mal seit langer Zeit wieder im Zug. Ja. Bin auch, ja, Ruheabteil hier so, 'Tschuldigung, können Sie leise sein? Hätte er sich nur einmal kurz umgedreht, ich hätt den sofort, sofort bearbeitet, sofort die Augen rausgedrückt. Ich war ich war on Edge. Ich bin seitdem wirklich on Edge.
Speaker 2
Hat die immer geredet?
Speaker 3
Hat geredet, ja. Ja, ich war ich ich war tatsächlich im Zug und ich dachte mir, diese Erstschlagsidee finde ich plausibel. Wenn Du was machst, machst sofort. Und ich bin in den Waggon reingekommen und ich hatte
Speaker 2
Ich bin die ganze Zeit bei Nukes.
Speaker 3
Ich ich denk ich
Speaker 2
sind die ganze Zeit Ich bin
Speaker 3
für Atomwaffen.
Speaker 2
Nee, ich denk die ganze Zeit an Nukes. Okay, okay, andere Aussage. Nicht ja dazu, nicht als bejahendes Statement zu nehmen. Ich mein nur, ich
Speaker 3
denk die ganze Zeit Ich bin auch für Atomwaffen.
Speaker 2
Nee, wenn Du sagst Erstschlag, der ist ja nicht der wichtige, hab ich jetzt gelernt. Mhm. Ich hab gelernt, dass die Zweitpschlagskapazität Kapazität die richtige ist, nämlich die Mutual Destruction.
Speaker 3
Ja, der Spiegel quasi. Spiegel ist quasi auf geografischer Ebene Deshalb
Speaker 2
deswegen deswegen die Atomwaffen, die Du hast als kleines Land, musst Du die ganze Zeit bewegen, damit wenn das Land getroffen wird, Du trotzdem zurückschlagen kannst. Nur wenn Du das glaubhaft vermitteln kannst und da geht's auch nicht darum, dass es passiert, sondern dass Du glaubhaft vermitteln kannst Ja. Dass das passiert. Ja. Dann bist Du ein ernstzunehmende, eine ernstzunehmende Macht. Du bist keine ernstzunehmende Macht.
Speaker 3
Nee, deswegen brauche ich den Erstschlag.
Speaker 2
Aber Du wirst umgenockt im Zweitschlag. Du baust Zweitschlagkapazität.
Speaker 3
Ja, aber wenn Du ihn halt, wenn Du ihm die wirklich die Augen ausdrückst, alle Finger brichst, Beine brichst, dann ist mit zwei Schlag nichts mehr. Der hat kein Atomuboot irgendwo im Main.
Speaker 2
Ja, aber das ist so, als ob jetzt Italien Serbien angreift.
Speaker 3
Endlich? Also ich find die haben
Speaker 2
Ich find auch
Speaker 3
Die haben sich schon lange genug gezeigt, den Schwanz eingezogen, ehrlich gesagt.
Speaker 2
Nee, das ist so, als ob Italien greift Russland an. Ja. Mit na mit nem Bömbchen, mit einem Bömbchen. La Bomba. Und dann sagt, genau, la Bomba und dann sagt Russland Bombina. No, Bombine. Bombini.
Speaker 3
Der kleine.
Speaker 2
Bombini greifst an. Russland sagt, ja, das war's. Tschüs, tschaui.
Speaker 3
Tschau. Ja. Zerbombt Rom.
Speaker 2
Du kannst doch niemanden angreifen, wenn Du den Zweitschlag nicht überstehst.
Speaker 3
Das stimmt, deswegen, ich
Speaker 2
komme jetzt aus der Militärtechnik.
Speaker 3
Ja, das ist richtig. Vielleicht vielleicht hast Du recht. Vielleicht muss ich's noch mal überdenken. Werbung. Es ist schon faszinierend, ne. Ich bin jetzt kein Experte für Internet und Technik, aber ich muss sagen, wie Nord VPN das hinkriegt, dass die trotzdem, dass sie in VPN sind, also Du nicht direkt mit dem Internet, sondern über einen sicheren VPN Server verbunden bist, trotzdem noch superschnelle Verbindung gewährleisten, ist mir 'n Rätsel. Kannst Du mir das erklären?
Speaker 5
Ich kann's dir auch nicht erklären, dass da sind Magier oder Magierinnen am Werk. Ich dachte immer, es ist langsamer, klar, es ist irgendwie sicherer, aber will ich das wirklich riskieren? Aber nein, seitdem ich's benutze, weiß ich, ist es genauso schnell und Du bist halt sicher im Netz unterwegs.
Speaker 3
Und ich hatte ja riesige Angst, weil ich dachte, oh Gott, da muss ich mich jetzt mit beschäftigen und das ist super kompliziert, aber ist es überhaupt nicht. Nein. Mit einem einzigen Klick wird automatisch eine Verbindung hergestellt. Es gibt siebentausenddreihundert Server in hundertsiebzehn Ländern. Das heißt, für dich steht überall der perfekte Server zur Verfügung. Du kannst deinen virtuellen Standort ganz einfach ändern, egal wohin auf der Welt du das möchtest. Du kannst bis zu zehn Geräte benutzen mit einem Konto, kannst da also auch dein Smartphone benutzen, wenn Du unterwegs bist mit irgendwelchen unsicheren WLAN Verbindungen oder so was, kannst Du auch da deinen mobilen Internetzugang schützen und ganz viele tolle Angebote nutzen, die Du vielleicht sonst gar nicht nutzen könntest.
Speaker 5
Genau, richtig. Auch irgendwie ist das Internet sehr undurchsichtig, was so die Preise angeht. Da verhindert auf jeden Fall Nord VPN auch Preisdiskriminierung. Also finde heraus einfach, ob das Produkt nicht woanders vielleicht 'n bisschen günstiger ist.
Speaker 3
Ja, surft sicher, verschlüsselt euren Datenverkehr für eure Sicherheit. Es ist kein großer Aufwand. Ab 'ner gewissen Zeit merkt man das überhaupt nicht mehr. Ich benutz das jetzt auch schon seit 'ner Weile sehr glücklich und man merkt es wirklich kaum und man weiß einfach nur, man hat im Hinterkopf das wohlige Gefühl, okay, ist es sicher, ich hab keine Angst vor Viren, ich hab keine Angst vor irgendwelchen Hackerangriffen. Und falls ihr das auch mal ausprobieren möchtet, schaut gerne vorbei auf Nord VPN Punkt com Slash Podcastinfo. Werbung. Ich war aber bereit zu prügeln, sofort loszuprügeln, weil ich kam schon mal in diesen Waggon rein und hab gesehen, okay, hier gibt's genug Arbeit für mich. Erst mal die die Sonnenschaubehaube ist unten runtergezogen, die eine soziale Katastrophe ist, weil wenn Du am Fenster sitztKannst du die Sonnen ja wie nennt man das sonnenschutz sonnenhaube?
Speaker 2
Ich weiß es aber ich will die helfe nicht.
Speaker 3
Du lässt mich mal wieder zappeln ähm. Dir gefällt wie ich zappel ne ich zappel ich zappel auch gern für dich ich zappel auch gern. Ja so eine Jalousie so eine sonnenjalousie halt so ein so ein zieh ah halt.
Speaker 2
So eine die sonnenblende ich finde die sonnenblende gar nicht falsch.
Speaker 3
Die sonnenblende so weil du ziehst die für dich runter aber auch für den hintermann oder vordermann.
Speaker 2
So aber da heißt es mit der fünfzig fünfzig regel wenn du mehr als fünfzig prozent anteil am fenster hast ist es deine sonnenblende ja aber
Speaker 3
die die leute fragen in der Regel nicht es gibt keine Kommunikation es ist einfach 'n Krieg es ist wirklich wie ich find du hast es gut ausgedrückt Italien Russland so 'n Kräftemessen und da hab
Speaker 2
ich genau genailt
Speaker 3
du hast das geopolitisch wirklich aufn Punkt
Speaker 2
aufn Punkt gebracht aufn Punkt das beschreibt den Konflikt zwischen Italien und Russland find ich mir am besten richtig die sonnenblende im zu
Speaker 3
Genau beide sind geblendet aber einer will trotzdem rausschauen weil endlich mal Sommer ist ja endlich queen of summer bombini soft summer ja und dann raus und ich hab schon gesehen okay da reden Leute da ist die sonnenjalousie runtergezogen und ich will eigentlich gerne ausm Fenster schauen ja und dann dachte ich mir hab ich wirklich die bewusste Entscheidung getroffen mach's sofort weil ansonsten sitzt du da eine halbe Stunde und denkst okay wenn ich sie jetzt anspreche ist auch blöd sofort und ich hab sofort wirklich noch bevor ich mich hingesetzt hab ich hab meinen Rucksack auf meinen Platz getan bin zu den Leuten gesagt hab gesagt Entschuldigung das ist der Ruhebereich könnten sie bitte leise sein Hab mich hingesetzt, hab die Sonnenschutz hochgezogen, war der fucking badass, es war komplett still, hole aus meinem Rucksack meine Wasserflasche, mach sie auf, Mineralwasser sprudelt raus und spritzt mir ins Gesicht. Das war genau in dem Moment.
Speaker 2
Das mein ich, Zweitschlagskapazität. Genau. Du kannst nicht Richtig. Auftreten ja wie der große Zampano. Genau.
Speaker 3
Wenn die wenn die Mineralwasserbombe sind.
Speaker 2
Senioren Zampano.
Speaker 3
Tampano.
Speaker 2
Du kannst nicht auftreten geht noch. Wenn du danach Schwäche zeigst. Ja ja. Du kannst nicht eine Kriegspartei sein plötzlich und sagen sie sind leise sie bitte stellen sie ihr Kind ruhig ja sie können den Döner nicht im Zug essen ja sie ziehen die Schuhe wieder an und runter mit dem Fuß vom Sitz Sonnenblende hoch und nimmst dann dein Wasser raus was durch den ganzen See springt das geht nicht dann musst du bitte und das ist deswegen trau ich mich auch nicht jemals sowas zu machen ja auch nur eins davon
Speaker 3
die Fallhöhe ist zu hoch weil oben aufm Zehn Meter Turm und du kannst jetzt nur noch fallen du kannst nicht wochenlang aufm Zehn Meter Turm stehen da ist nicht genug Platz
Speaker 2
die Songs dass dann die meine Air Pods nicht mit meinem Handy connected sind und ich schau irgend 'n Film irgendwie auf voller Lautstärke genau das ist halt einfach 'n Problem und das kann halt passieren
Speaker 3
Aber das ist das Problem an Mineralwasser ich habe jetzt Mineralwasser für mich entdeckt ich hab viel Genuss aber es ist einfach die demütigendste Geste die es überhaupt gibt also es also deine Autorität ist wirklich am Boden du kannst nicht sagen Schatz ich glaube wir sollten mal überlegen ob wir getrennt nicht glücklicher werden oh fuck shit so und es ist einfach komplett demütig ja es
Speaker 2
ist demütig natürlich mit Farbstoff irgendwie Cola ich denk an Cola ich denk an Mister Mister Pepper ich denk an Mister Pepper vor seinem Doktor
Speaker 3
Doktortitel aberkannt wurde ja genau wie wir wissen
Speaker 2
weil er gefälscht hat ja Doktor Pepper hat nämlich Sachen reingeschrieben die er abgeschrieben hat von
Speaker 3
vom Pepsi
Speaker 2
die jetzt Doktor Pepsi
Speaker 3
jetzt Doktor Pepsi ja
Speaker 2
Pepsi MD
Speaker 3
weil ich musste zum Zug rennen ich hätte es eigentlich antizipieren können aber ich bin noch nicht so tief drin im Mineralwassergame deswegen diese tickende Zeitbombe hat einfach nicht funktioniert es ist
Speaker 2
Ist gerannt zum Zug?
Speaker 3
Gerannt zum Zug ja.
Speaker 2
Ich find nichts Demütigerindes als wenn du als erwachsener Mensch ja gezwungen bist zu rennen.
Speaker 3
Ich bin richtig erbärmlicher Renner. Auch kein guter Renner. Ganz ganz
Speaker 2
gut furchtbar Renner. Weil der Hüfte auf einer Ebene
Speaker 3
ist. Nee aber niemand kann gut rennen mit 'nem schweren Rucksack ich fordere okay Usain falls du zuhörst Usain Bolt ich forder dich heraus
Speaker 2
es gibt keinen anderen Usain
Speaker 3
hundert Meter okay bleiben wir bei Usain
Speaker 2
aber danke dass du beim Rennen das ging Rennen und du hast bei USAIN noch meint du müsstest das Publikum mit
Speaker 3
ja wer weiß mit dem Nachnamen Leute sich vielleicht gut auskennen kennen ja gut welcher USAIN jetzt wovon redet er so USAIN ich förder dich heraus ich Fatty McFAT gegen dich schnellster Mann der Welt aber du hast 'n Rucksack an du hast 'n Eastpack mit zwei einer Flasche Mate die später auch noch hochgegangen ist wie du dir vorstellen kannst ja mit 'ner Flasche Mate mit 'ner Flasche Mineralwasser
Speaker 2
haben die Leute schon angefangen wieder zu reden nach der Wasserflasche oder nach der Mate erst
Speaker 3
genau und dann ist der Zauber gebrochen so ah das ist ja Vollidiot
Speaker 2
ah ist 'n Vollidiot aber wir können machen was wir wollen lalalalala ja beide einfach ja Menschen man kennt sie ja richtig ich wollte hinaus weil ich glaube mit Rucksack kriegst du bist du nicht so schnell ja ich versteh auch nicht man hat sich überlegt man hat rennen gehabt als Wettrennen als Disziplin olympisch bla bla bla bla und dann hat man sich überlegt wie kriegen wir das Ganze noch 'n bisschen spannender aber wir laufen länger aber dann noch 'n bisschen länger ja okay wir gehen gehen schnell hat noch jemand Ideen genau und dann kam irgendwann Hürdenlauf also wir machen's noch schwieriger Super Hindernislauf ja ich wär jetzt dafür neue olympische Disziplin mit Anorak Jeans so eine unhandliche Jeans
Speaker 3
Mütze ja so eine Bombenmütze die die hin und her bommelt
Speaker 2
so eine so eine schwere Daunenjacke und dann son Rucksack
Speaker 3
ja finde ich gut ich finde generell jede Sportart sollte nur zehn Sekunden lang dauern aber man erhöht halt den Schwierigkeitsgrad ne also du du es wird halt immer schwerer aber du sagst nicht okay wir machen zehn Sekunden rennen wir machen zwanzig Sekunden rennen wir machen Marathon die alle machen nur zehn Sekunden aber die krassen Sportler haben dann halt noch müssen dann 'n Fahrrad tragen oder so oder irgendwie sowas dass sie einfach noch dabei sind dass noch schwerer wird damit wir bisschen Zeit sparen
Speaker 2
was mir gerade auffällt ständig
Speaker 3
Sport gucken jetzt Bundesliga geht wieder los ich schaue das Sport ich denk mir Leute was machen die FC Paderborn wo seid ihr warum kriegt ihr nicht mal irgendwie euren Kopf ausm ausm aus der Sandwüste aus den Dünen 'tschuldigung warum kriegt ihr nicht mal euren Kopf aus den Dünen ich mein die hatte lagen ich mein sorry das ist erste FC Bundesliga können die nicht ihre Rucksäcke vom vom Platz nehmen oder bin ich der einzige bin jetzt der einzige die hatten das sind Profisportler da liegen doch die ganzen fucking Rucksäcke aufm Platz der eine schießt ins Tor und ist der Ball rollt nicht ins Tor weil Rucksäcke rumliegen können die nicht vor dem Spiel ihre Rucksäcke wegtragen gibt's da nicht Leute in so 'nem vollbesetzten Stadion oder bin ich jetzt der einzige der sich drüber aufregt da hat es gar keine Wellen geschlagen da lagen da lagen die Ersatzschuhe rum da lagen die Rucksäcke die Anoraks lagen am Spielfeldrand rum und dann räumt das Zeug doch weg
Speaker 2
das ist ja relatable das ist ja relatable Humor für den Leuten Fußballcontent ja mich nervt's einfach ich versteh das ich versteh das ich versteh das ich hab grad nur gedacht es gibt es die anderen Leichtathletiksportarten die alle so 'n bisschen egaler sind als das hundert Meter rennen ja nur weil es albern wäre die Anreise die Snacks besorgen ja das Platz suchen sich hinsetzen Vorprogramm Leute rennen für neunkomma ein sekunde man steht auf und geht ja zum Parkplatz zurück ja ja steht im Parkplatz im Stau fährt raus Schranke geht nicht auf ach kacke ah fuck das ist parkticket nicht bezahlt ich dachte es wäre automatisch
Speaker 3
wie wir sollten ach wir sollten doch 'n hast Du's nicht gezogen als Du reingefahren bist nicht
Speaker 2
halt du hast es gemacht
Speaker 3
nee du sitzt auf der Fahrerseite
Speaker 2
ja okay gut dann dann ja dann ich muss hinten winken damit die uns reinlassen alle müssen zurücksetzen alle müssen zurücksetzen so und das ist ja albern und deswegen gibt's andere Sportarten auch noch Genau wie zum Beispiel Diskus ja Teller Tellerwerfen Tellerwerfen Speerwerfen ergibt noch Sinn für mich ja aber dann gibt's auch noch Diskos und diese ganzen Schwachsinnssportarten sorry ich will niemandem zum Nachdenken aber ist albern
Speaker 3
aber Disk diskenwerfen ist natürlich auch militärisch diski kompletter Unsinn ne ich weiß nicht ob die ob mal eine griechische Armee gesagt hat lass uns disken werfen und die wurde komplett vernichtet einfach komplett ausgelöscht
Speaker 2
oh während du irgendwie 'n Türstehern bei Menschen umbringen zurichten zuguckst hab ich jetzt 'n professionellenWir nähern uns dem anderen an. Kampfsport war ja immer meine Thematik.
Speaker 3
Deins, ja.
Speaker 2
Ich habe einen professionellen Bogenschützen gesehen und sein Skill war sehr beeindruckend, weil ich dachte immer, dass wenn man so Mittelalterfilme sieht und die schießen sich ab, dass immer so eine überhöhte Idee war von dem, wie es eigentlich war. Alle schießen in den Himmel und hoffen, dass sie jemanden erwischen. Das ist meine Vorstellung vom Bogen. Wahrscheinlich ist auch ein bisschen Wahrheit hinter, aber die können schon sehr genau treffen und vor allem auch geil ausweichen. Und dann rennen die so und das ist wirklich wie Legolas. Also das fand ich sehr beeindruckend. Das war so wie Paintball mit so Hindernissen, nur halt mit alle hatten Bogen in der Wand.
Speaker 3
So war das, ja. Das war für im Mittelalter so. Die sind alle herumgewetzt haben. Also der klassische mittelalterliche Schießkunst ist ja, du machst einen Schuss, dann machst du einen Rückwärtssaldo und dann machst du wieder einen Schuss. Also so ist es ja in den Traktaten von 1268 von Luigi Manjoni festgelegt worden, der damals in Italien, also reiner Zufall jetzt nicht verwandt oder verschwägert.
Speaker 2
Den Kaiser umgebracht hat.
Speaker 3
Den Kaiser umgebracht hat und dann Rückwärtssaldo gemacht hat. Er sah so gut aus. Ja, den Hunden zu zeigen, das können die nicht machen.
Speaker 2
Und wir glauben, er war bisexuell. Wissen wir nicht.
Speaker 3
Gut, aber Also ist ja auch...
Speaker 2
Du weißt, den Leuten damals schon... Also die fanden das cool. Ja. Die fanden ihn cool. Ja.
Speaker 3
Ja, ich habe auch Bogenschießen gerne praktiziert und dann war so der Punkt im Freundeskreis, wir alle Herr-der-Ringe-Fans haben alle Bögen gebaut, herumgeschossen, irgendwie klar. Und dann sind ein paar in den Bogenverein gegangen, wie Sportschützen, Bogenschützenverein. Und das war für mich ein riesiger Kulturschock, weil ich war natürlich eher der Legolas-Elbenbogenschützer im Wald und diese Sportschützen sind natürlich mit Visier und Flaschenzug und Auslöser und so. Ohne Scheiß, ultra krass.
Speaker 2
Kind, was in einer Fantasy-Legolas-Phase ist, gibt es doch nichts Entzaubernderes als diese Sportbögen, die du bei Decathlon kaufst, wo dann irgendwie so 90 verschiedene Messdinger und-Ja, Gegengewicht und alles super krass.
Speaker 3
Und ich dachte mir so: „Hey Leute, wollen wir nicht das normale klassische Bogen schützen? Und dann meinten die nur so: „Du meinst intuitives Bogenschießen? Und irgendjemand hat es geschafft, marketingmäßig, das klassische Bogenschießen als Intuitiv, was wirklich so einen Esoterik-Vibe hat. So: „Du musst eins werden mit dem Ziel, gegenüberzustellen im technisch hochwertigen, modernen Bogenschießen mit Visier. Und ich wollte es nicht machen. Ich wollte mir aber auch nicht so blöd-Wahrscheinlich so was Super-Shooting heißt oder so was cooles. Ja, super Mow them all down. Mow the orcs down.
Speaker 2
Catch them all. So heißt das?
Speaker 3
Catch them all. Und du willst nicht sagen: „Ich bin ein intuitiver Bogenschützer, also ich schieße nach Gefühl. Ich muss mich halt auch so fühlen und wollte ich mir auch nicht die Blöße geben, dann zu sagen, ich gehe jetzt alleine zum intuitiven Bogenschießen.
Speaker 2
Ich weiß auch nicht, wie es dir ging, aber alle Leute, die in der Schulzeit in Schießvereinen sind, im weitesten Sinne Schusssport, Schießsport. Wir haben was Schießsport? Ja, schießen. Na ja, also alle Leute, die in diesen Vereinen waren. Ich habe ein schwieriges Verhältnis zu denen gehabt. Weil du hast dann deine Übungen in der Schule, was du machst in besonderen Situationen. Und alle gucken immer die Leute an, die in Schießvereinen sind, weil es sind immer die in Schießvereinen sind.
Speaker 3
Ich weiß noch in Deutschland. Zum Thema Amoklauf. Kam dann der Film raus, We Need to Talk About Kevin, über die Eltern von einem Amokläufer, der aber witzigerweise mit einem Bogen, Pfeil und Bogen in die Schule gegangen ist und so seinen Amoklauf gefühlt hat.
Speaker 2
Intuitiv oder im Sport schützen?
Speaker 3
Nein, zum Glück nicht. Und da weiß ich noch, als der Film rauskam, gab es in meinem Freundeskreis wirklich so einen: „Ach ja, jetzt gibt es wieder die Diskussion. Jetzt gibt es wieder die: „Konstantinopel wurde mit Bögen erobert. Ist das nicht vielleicht doch eher Waffe als Sportgerät? Und die hatten wirklich Angst ihren Leidenssport und dass ihnen die Bögen weggenommen werden, dass sie entwaffnet werden quasi, dass die UN reinkommt und irgendwie da mal aufräumt wegen der Propaganda im Film. Aber auch hier denke ich mir.
Speaker 2
An Zweitschlagskapazität. Den Bogen nachzuladen, dauert sehr lang. Schuss, Schuss, sehr einfach nacheinander zu tätigen. In der Zeit kann jemand ihn umtackeln.
Speaker 3
Richtig, ja. Aber ich meine, Stephan, du bist ja ein extrem talentierter Autor und wenn du...
Speaker 2
Da ist sehr viel Anführungszeichen in dem Wort.
Speaker 3
Na ja, komm. Wenn du einen Film schreibst, überlegst du da nicht auch: „Was hat das für gesellschaftliche Folgen? Also wenn du jetzt zum Beispiel sagst: „Okay, ich mache einen Serienmörder, geht Serienmörder, und dann musst du ja gucken: Wo kommt der her? Wo wurde der geboren? Welches T-Shirt trägt der? Das ist ja alles Negativassoziationen. Wie tötet der? Ja, du hast recht.
Speaker 2
Du hast vollkommen recht.
Speaker 3
Tötet der jetzt mit irgendwas, was gesellschaftlich umstritten ist? Also tötet der jetzt mit einem Bogen oder so, wo du sagst: „Okay, da gibt es eine gesellschaftliche-Folge. Nein, Säure. Ist das ein Sportgerät? Der hat so eine Bif oder wie die.
Speaker 2
Nein, die es so gibt, dieser Glasreiniger oder so. Cilit Bang. Cilit Bang. Cilit Boom, so heißt der Film. Cilit Bang heißt der Film.
Speaker 3
Aber da hättest du zum Beispiel markenrechtlich Probleme mit Cilit Bang.
Speaker 2
Und dann macht er Säure rein, Blausäure. Macht ihr den zu und dann kann er dann so spritzen.
Speaker 3
Okay, aber er muss recht nah an seinem Gegner sein.
Speaker 2
Super nah. Und er hat auch so einen Haushaltskittel an und so ein Spültuch noch in der Hand.
Speaker 3
Und er spritzt Zäure auf die Leute und dann gehen die einfach ein? Ja. Wie wollen wir das drehen?
Speaker 2
Vfx. Viel Vfx auf jeden Fall.
Speaker 3
Wie Vfx?
Speaker 2
Zum Beispiel sind die aus Wachs. Wir bauen die in Wachs nach und dann schmelzen wir die ein. Madame.
Speaker 3
Tussos oder was? Wir könnten doch Wachsfiguren von Madame Tussos nehmen. Ja, super. Ich meine, die rotieren ja auch.
Speaker 2
Alle Johnny Depp. Also Johnny Depp und alle, die sie aussortiert haben.
Speaker 3
Dann sparen wir uns die Garage für Johnny Depp, wenn wir statt ihm einfach eine Wachsfigur.
Speaker 2
Alle von Madame Tussos aussortierten Wachsfiguren können wir nehmen. Genau, die müssen wir auch aussortiert haben. Das heißt, wir haben Cameos von Kevin Spacey, Michael Jackson, Amber Heard, Johnny Depp.
Speaker 3
Ist eine Top-Besetzung für 1002.
Speaker 2
Starstruck Ensemble.
Speaker 3
Aus Wachs, genau.
Speaker 2
Problematic Starstruck aus „From the Sick Mind of.
Speaker 3
Harvey Weinstein waren Wachsfiguren. Harvey Weinstein, so was. Auch beladen haben wir auch noch mal bekommen.
Speaker 2
Wo meine Frage war, warum gab es das überhaupt jemals als Wachsfigur? Weil die Berühmtheit ja erst nach 9/11 zustande kam.
Speaker 3
Das musst Du Madame Tussaud selber fragen. Hier ist sie. Yes, my dear.
Speaker 2
Ja, mein Liebling.
Speaker 3
What do you want to know? I'm very old.
Speaker 2
Was willst du wissen? Ich bin sehr alt.
Speaker 3
I wake up and I don't know if I'm a wax figure myself.
Speaker 2
Weiß ich nicht, ob ich eine Wachsfigur.
Speaker 3
I look into the mirror and I see my pale skin and wonder.
Speaker 2
In den Spiegel und schaue auf meine Powder und denke.
Speaker 3
Am I a wax figurine or not?
Speaker 2
Bin ich selbst heute, dass ich eine Wachsfigur habe?
Speaker 3
And then I pinch myself in the ass and I notice.
Speaker 2
Ich bin menschlich. Ich bin am Ende doch menschlich.
Speaker 3
One more day on God's green earth.
Speaker 2
Ein weiterer Tag auf Gottes grüner Erde. Möge letzte sein.
Speaker 3
So what do you want to know?
Speaker 2
Also was willst du? Miss Tussaud?
Speaker 3
Yes, my dear child.
Speaker 2
Ja, mein kleines Lieblingskind. Ich würde gerne wissen, ob ich für meinen Film, meinen Kurzfilm „Sid it Bang, auch.Einen anderen Schauspiel, den es vielleicht noch gibt, als dass zum Beispiel Daniel Brühl bekommen kann.
Speaker 3
Oh, Daniel. My sweet, sweet child, Daniel. Oh, lieber, lieber. What night we had in Paris. Was für eine Nacht. After the movie premiere from Goodbye, Lenin. Von Goodbye, Lenin. But he's getting old and weak. Aber er wird alt und schwach. Und he starts to melt already. Und schmilzt bereits. Under my warm hugs.
Speaker 2
Unter meinen warmen... Sometimes at night. So it means that you are having sex with the wax figures yourself?
Speaker 3
Sometimes at night, I'm so alone. Manchmal, wenn es nachts ist, bin ich alleine. Und ich breche rein ins Museum.
Speaker 2
Haben Sie keinen Schlüssel?
Speaker 3
Nein, nein, nein, nein. Nein, nein, nein. No, it was taken away from me. Es wurde mir weggenommen. Viele Jahre schon ist es her. Ich habe alles verkauft. Aber ich habe ein Loch gegraben und muss es immer noch herausfinden. Ich weiß nicht, wo es ist. Und ich weiß, wo es ist. Und ich gehe da rein. Und dann mein Liebster, solche Dame und ich. Wir ficken auf dem Boden bis der nächste Tag. Er ist schon am Schmelzen. Ich kann nicht mehr kommen. Be nice to him. Thanks. Ja, haben Sie den Film gelesen? Cilit Bang eins? Der ist schon Cilit Bang eins. Weil ich optimistisch bin. Ich glaube, du bist es. Weil ich dachte, vermutlich ist es ein Mehrteiler besser. Look in the dumpster. That's where all of the people are, who got abandoned.
Speaker 2
Übrigens, was ich gerade ultra-lustig finde: Die neue Formel-1-Saison hat ja begonnen. Du bist ein Riesen-Formel-1-Fan immer noch?
Speaker 3
Ja, endlich wieder. Bist du wieder drin? Endlich fahren sie wieder. Lights out and off they go. I don't know why we go. Direkt Melbourne, Regen. Mensch, da war wieder viel los. Da direkt Unfall in der Formation Lab. Peinlich, peinlich, aber gut. Passiert.
Speaker 2
Genau, du bist drin. Sehr schön, gefällt mir gut. Und ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast, aber die drehen ja zwischendurch immer mal wieder diesen Formel-1-Film. Mit Brad Pitt. Da kam jetzt, glaub ich, der Trailer raus oder so und die drehen diesen Film mit Brad Pitt. Und ich finde, das ist ein tolles Beispiel dafür, wie awkward Filme sind. Weil ich erinnere mich auch an manche Tage, wo wir gedreht haben. Du warst ja auch Teil der Serie und ich weiß nicht, ob du mal so Komparsentage hattest. Und das ist immer so unangenehm, das Filmemachen an sich. Man stellt es immer so toll vor und fucking Hollywood und Brad Pitt, coolster, charismatischer Typ.
Speaker 3
Action und Explosion.
Speaker 2
Ehrlich gesagt, das ist der Unangenehmste. Das Endprodukt vielleicht ist cool, aber der Prozess ist so unangenehm und peinlich, weil die drehen nämlich diesen Film – und das finde ich wiederum ganz clever – oft dann im vollen Formel-1-Stadion. Also die drehen dann an der Strecke, irgendwie das Publikum nehmen sie es mit, damit man es nicht irgendwie nachstellen muss oder selber aufbauen muss, sondern die reisen dann so mit. Das heißt, du hast die richtigen Formel-1-Fahrer und du hast Brad Pitt und die Kameracrew und Kostüm und Maske, die jetzt so ein bisschen peinlich sich da so ranzecken und dann immer wieder Szenen drehen. Und ab und zu kriegt man dann, ich weiß nicht, ob es bei dir auch so ist, aber ich kriege online dann so mit, wenn die mal wieder was gedreht haben. Und es sieht immer peinlich aus, weil da musst du dir vorstellen, die hatten einen Qualifying, du hast Tickets bezahlt, bist bei der Strecke, die fahren dann mit 300 km/h vorbei. Crazy, krass, Lando Norris Pole Position, crazy. Dann Wenn das vorbei ist, sagen die: „Bitte bleib noch kurz sitzen, glaube ich, bringen dann so ein Formel-1-Auto, was aber nur so die Hälfte ist und auch nicht so aussieht, rein. Dann kommt Brad Pitt mit seinem Helm an und keine Sponsoren oder so ausgedachte Sponsoren, setzt sich dann so rein und dann machen die eine Kamera und sagen „Action. Und ach nee, dann wird er noch abgeschminkt kurz und dann: „Ah, jetzt, okay, dann jetzt Action. Und dann kommen Leute an und wackeln am Auto. Dann kommen da Leute und wackeln am fucking Auto und rütteln daran und rütteln daran.
Speaker 3
Der Job ist für den ganzen Tag ist, am Auto zu rütteln.
Speaker 2
Aber ich denke mir so, Brad Pitt ist doch in der ganzen Kette. Vorher sind Leute, 18-Jährige, mit 300, 400, 500 Sachen. Weiß ich nicht, wie schnell die fahren. 300. Sagen wir, fahren die da rum. Und dann kommt Brad Pitt und an ihm wird gerüttelt. Brad Pitt, an ihm wird gerüttelt. An einem Schauspieler wird gerüttelt. Das muss man sich immer vor gewissern. Man überhört die, man macht die krass. Nein, das sind Menschen, an denen wird gerüttelt.
Speaker 3
Es geht immer direkt links neben dem Bildende steht jemand, der rüttelt. Und der rüttelt auch schon seit 20 Takes.
Speaker 2
Oder der mit der Dreschel immer wieder vorbeigeht, damit es so aussieht, als ob da irgendwie ein Lichtern vorbeifährt.
Speaker 3
Vor allem im Film sieht Brad Pitt aus wie der coolste Typ, den es gibt, aber die Dreharbeiten sind extrem erbärmlich einfach.
Speaker 2
Und dann wurde eine andere Szene gedreht, irgendwie, wo er sich dann so freut über einen Sieg. Und es ist halt so unangenehm, weil dann gibt es noch jemanden mit einem Megafon, wahrscheinlich so ein Regieassistent, die dann so ruft: „Ja, jetzt freut euch mal, und dann ruft das Publikum in dieser Tribüne. Alles einfach Leute, die das Rennen gucken wollten, jubeln dann so, weil unten steht Brad Pitt, der die Arme so hoch macht. Und ich denke mir, dann wiederum macht es ihn doch cool, weil wie arschcool musst du sein, um nicht im Boden zu versinken.
Speaker 3
Stell dir vor- Das ist die eigentliche Kunst des Schauspielers.
Speaker 2
Es fahren da crazy Leute rum, Hochleistungssportler, die ihr Leben riskieren. Und dann kommst du und dir wurde gerade noch gerüttelt und dann stellst du dich da hin in einem Outfit, was so ein bisschen so aussieht, aber nicht eine Verkleidung ist. Und dann freust du dich authentisch. Und das Publikum, du guckst in leere Gesichter, die so tun, als würden sie jubeln. Ich finde das so unangenehm. Und diese ganze, dass sie das dann so parallel daran gedreht haben, mag produktionstechnisch eine gute Idee gewesen sein. Aber als Fan, als Online-Fan, kriegst du jetzt die ganze Zeit Videos, wo ich dann...
Speaker 3
Schlagzeilen, ja, Brad Pitt wins Mexican Grand Prix und so. Ist immer lustig, macht auch Spaß. Aber das ist nun mal das Ding. Der ist Multimillionär, ist einer der krassesten Typen ever. Aber manchmal darf man sich auch immer lustig machen, weil sein Job ist am Ende halt so tun als ob. Theater Kit. Er ist halt einfach auch... Der tut nur so.
Speaker 2
Ja, am Ende gewinnt dann wieder... Er kann nichts. Es ist dann doch wieder Jocks gegen Theatre Kids. Es ist dann wieder High School all over again, weil am Ende ist halt Landon Norris mit seinem smartem Lächeln halt doch der coolere Typ als der Schauspieler Brad Pitt. Aber dann gab es so eine Szene, wie er dann so aus dem Auto aussteigt und dann fällt er um. Und im Film ist das wahrscheinlich cool.
Speaker 3
So wie du nach einem Auftritt, einfach völlig übermüdet. Erst mal hinlegen.
Speaker 2
Aber er fällt so Er wankt und dann fällt er um. Und im Film wird das bestimmt toll gemacht und toll unterlegt und so. Wenn du aber auf dem Rang sitzt und dann haben das Leute gefilmt, wie die das filmen immer wieder, wie Brad Pitt aus dem Auto steigt und dann umfällt und alle Teams sind sauer, weil die die Strecke nicht benutzen können, weil dann da das Filmteam steht und die filmen diese Szene und jemand im Publikum, du hörst wirklich, jemand sagt so: „This movie is going to be shit, weil es sieht auch einfach so aus.
Speaker 3
Fight, please fight.
Speaker 2
Ja, das Publikum muss so-
Speaker 3
„haben das leider drauf, gerade jetzt, wir müssen noch mal neu machen.
Speaker 2
„psch, Königus. Und dann, ich finde das so lustig-
Speaker 3
es ist so unangenehm -wie man dann so mitbekommt, wie unangenehm das Filmemachen auch sein kann. Ja, Promis und Formel eins ist eh eine ganz unangenehme Situation, weil da sind dann immer Promis auch dabei und dann ist immer so: „Oh, du bist ein Promi und cool, und dann darf ja immer auch ein Promi.Darf die schwarz weiße Flagge, äh, wehen am Ende des Rennens. So, und dann wird der auch immer eingeblendet und es gibt ja dann den Kommentar bei Sky mit, mit Ralf Schumacher. Und die sind so halt recht bodenständig, was sowas angeht. Ich glaube, die sind jetzt nicht so richtig im Celeb-Ding drin.
Speaker 2
Ja, im Popcultural Game.
Speaker 3
Meistens ist dann da n Tom Holland, der, der die Flagge wählt und dann Ralf Schumacher. So: „Ja, weiß ich auch nicht genau, wer das ist. Ähm, ja..."
Speaker 2
Und unten drüber gemakert: Tom Holland, Actor. Ah, der Schauspieler- -Tom Holland.
Speaker 3
Aha. Schau, ne, hab ich noch nie gesehen. (Lachen) Leute, kann man nicht mal gucken, wer das heute macht und dann kurz sagen... Aber es ist immer so, dieses-- ich finde, es ist auch sone-- jetzt gehen wir aber ans Grenze hin: Sone urdeutsche Tugend, dieses: „Muss man den kennen?" Also dieses zur Schau stellen, dass einen das eigentlich überhaupt nicht interessiert, hab ich das Gefühl, ist manchmal für Leute son... (Seufzer) „Den soll ich kennen?" „Muss man den kennen?"
Speaker 2
Da misslingt sone andere urdeutsche Tugend.
Speaker 3
Der Amerikaner, glaube ich, denkt der: „Oh cool, n Promi. Wer ist das? Oh, wow, cool. Ich hab erst mal Bock drauf." Und ich glaube, d-d-der deutsche Ansatz ist eher son: „Hä, warum soll ich den kennen? Warum muss er mich jetzt freuen? Nur weil Tom Holland hier ist."
Speaker 2
Ja, ja. Ich nehms anders wahr. Ich nehms aber auch als urdeutsch wahr, äh, aber eher so aus ner, äh, Bodenständigkeit heraus. Also aus sonem Ausbildungsberuf, ähm, wir müssen erst mal die Grundlagen kennen lernen. Äh, wir nehmen he-- äh, Formel eins als handwerkliche Sportart wahr, wo es um Training geht, Disziplin und es geht um die Hand-Augen-Koordination und so Training. Und das andere ist so Beiwerk.
Speaker 3
Ja. Ja, ich kenn das nur so von so verschiedenen Interviewformaten, sone YouTube-Reihe mit verschiedenen Interviews und dann immer so die... Es gibt immer Kommentare von: „Muss man den kennen?" „Muss man die kennen?" Ist aber auch mit sonem: „Ich fühl mich gut, dass ich die Person nicht kenne." So: „Ich bin da nicht so drin", oder sowas, ne?
Speaker 2
Ja, ja, spannend.
Speaker 3
Ähm, ich kenn natürlich viele auch nicht, aber ich denk mir: „Okay, ich kenn ja natürlich nicht jeden, so, ich bin natürlich nicht drin.
Speaker 2
Und dann das Unangenehmste, was bei natürlich, äh, anscheinend gewinnt dann diese Figur von Brad Pitt.
Speaker 3
Spoiler?
Speaker 2
Ähm...
Speaker 3
Spoiler: Den Film mal nicht mehr anschauen.
Speaker 2
Ja, ich glaub, des solls man sich sowieso nicht anschauen. Und dann filmen die tatsächlich auf dem Podest. Er steht da, links neben ihm steht Charles Leclerc- -der wirklich zweiter geworden ist an dem Tag. Und die müssten dann noch mal, sollten die dann jubeln.
Speaker 3
Ja.
Speaker 2
Und die sind gerade n Rennen gefahren und dann schütteln sie den Champagner und so. Und wirklich, da hab ich dann wieder gedacht: „Holy shit." Du musst nicht nur eine Figur spielen, die gerade nen Formel-eins-Sieg errungen hat, sondern er muss auch noch gegen dis-- echte Umfeld ankämpfen.
Speaker 3
Ja, ja.
Speaker 2
Also ich kenn mir ja auf der Bühne, also wenn man alles baut, n Studio baut mit nem Podium und so und dann hast du nen Schauspieler rechts neben dir. Da könnte ich doch authentischer n Sieg spielen, n Formel-eins-Sieg spielen- -als neben dem echten Formel eins war. Ich würd mir vorstellen wie der letzte Dulli...
Speaker 3
Alles, was auch so auf- -so auf so Gefallensbasis. Wir haben vor Kurzem auch in nem echten Gericht gedreht. Wo wir son Gerichtssaal hatten. Aber in dem Rest des Gebäudes mit ganz vielen anderen Gerichtssälen waren ganz normale Verhandlungen von Leuten, die halt wahrsch-- wo wahrscheinlich viel aufm Spiel steht, die halt da jetzt irgendwie über Keiner-sorge-Recht oder was auch immer, da irgendwie eine Verhandlung haben. Und wir halt als Comedy-Truppe, als hö hö hö und wir albern da rum und mit unserem Catering. Und es kam halt n paar mal jemand von dem, von dem (...): „Tjmen, ihr müsst bitte wirklich leise sein." So.
Speaker 2
Und da gehts bei Leuten um das Leben. Ja, wir sind einfach die größten Vollidioten. Es gibt-- Wir sind halt die Hampelmänner, die halt dann da irgendwie ihren Quatschquark machen. Dreht in eurem Hampelmann-Gericht. Baut euch ein Hampelmann-Gericht.
Speaker 3
Ja, genau. Baut n Studio. Aber ist halt so, dürfen wir bei euch drehen? Die so: „Ah ja, wenns sein muss, halt. Aber macht schnell, bitte." Und dann nerven wir auch noch den ganzen Tag. Und die so: „Hey, Leute, hier sind wirklich wichtige Verhandlungen. Das ist wichtig für die Leute." Und wir so: (lallende Geräusche)
Speaker 2
Und du wahrscheinlich mit soner Perücke auf.
Speaker 3
Mit den Kostümen irgendwie oder mit som komischen Kostüm, viel zu groß. Niemand checkt, was los ist.
Speaker 2
Tür geht auf. "Tjmen, könnt ihr bitte leise..." Im Hintergrund weint irgendjemand auf der Anklagebank.
Speaker 3
Ja, ja, ja.
Speaker 2
Und du drehst dich so vom Buffet hast so n Big Mac im Gesicht und hast sone Richterperücke auf, die so wackelt beim Umdrehen. Und dann auch in dem Gerichtssaal, auch der Aufnahmeleiter: „Leute, ich weiß, ist alles Spaß, aber bitte drückt hier auf keine Knöpfe oder so, weil da kommt halt dann wirklich Sicherheitspersonal, wenn ihr auf irgendeinen dummen Knopf drückt." So. Es ist einfach Kindergarten. Es ist wirklich-- dreh es einfach-- Kindergarten. Ja, wie gesagt, so tun, als ob. Und diese Welten sollten nicht vermischt werden. Und das passiert bei diesem Formel-eins-Film.
Speaker 3
Genau.
Speaker 2
Und selbst wenn der gut ist, man-- wir waren alle, alle Formel-eins-Fans, die das potenzielle Publikum dieses Films sein könnten, haben auch gesehen, wie er gemacht wurde. Und leider haben die den Fehler gemacht und sie haben vermengt. Sie haben- -die So-tun-als-ob-Welt vermengt mit der richtigen Welt. Und dagegen stinkt „Zu tun als ob" immer n bisschen ab. Das ist wirklich unangenehm. Das anzugucken war unangenehm. Am Brad Pitt wird gerüttelt, im wahrsten Sinne des Wortes, am Mythos und am Menschen.
Speaker 3
Ja, ich find auch so geil, dass dieser Film einfach einen einzigen Schauspieler hat. (Lachen) So er ist einfach... Sonst niemand, der auch noch die ganze Zeit nen Helm trägt. Da würd ich mir auch denken so... Ich mein, jetzt fürn Film kann ich auch ohne Helm. Also, so... Da würden die Fans durchdrehen. Das geht natürlich nicht.
Speaker 2
Wahnsinn. Also, fand ich super interessant, äh, das zu beobachten, diese Entzauberung, äh, des, des Films.
Speaker 3
Ich muss bei, bei der Formel eins gerade wirklich überlegen, was mir daran gefällt, weil ich find die Rennen extrem langweilig, aber ich mag irgendwie alles drumrum irgendwie so. Ich mag die, die Dokus und ich mag, die, die-- jedes einzelne Team macht dann auch so seine Videos und so. Und ich mag die Leute und das Drama so, aber die Rennen selber interessiert mich einfach nicht.
Speaker 2
Lehne dich rein. Lehne dich rein in die Langeweile.
Speaker 3
Ja.
Speaker 2
Ich hab das irgendwann zu schätzen gelernt. Die Langeweile von Dingen, die immer wieder kommend sind, kann sehr gut sein. Also dieser, dieser Formel-eins-Sonntag, ähm, wo man dann auch allen im Umfeld sagt: „Stör mich nicht. Ihr wisst, ich guck da immer meine Formel eins." Also ich glaub auch, die sind so. Mein Vater hat das auch immer geguckt. Und ich glaub, ein großer Bestandteil an, a-a-an diesem „Ich guck jetzt Formel eins" war einfach so Ruhe. Sich, sich die Ruhe nehmen.
Speaker 3
Ja, das stimmt.
Speaker 2
So, das ist auch son bisschen so tun, als ob.
Speaker 3
Ja, ja.
Speaker 2
Also man geht so, man lehnt sich so rein. Es geht nie darum, dass man mal zu nem Rennen will oder so. Nee, nee, nee. Es geht darum, ihr wisst doch, ich mag das gern.
Speaker 3
Eigentlich sind viele Hobbys nur eine Ausrede, zu sagen: „Lasst mich mal bitte in Ruhe."
Speaker 2
Genau.
Speaker 3
Und deswegen glaube ich, ähm-
Speaker 2
Wandelnde Red Flag, Leute, die sagen: „Äh, ich mag alle Sportarten." Und dann sind sie es ja wirklich immer vorm Fernseher. (...) Weil sie aber generell sagen-
Speaker 3
Aber auch so was wie Baseball oder so, so die ewig lang dauern mit Innings und niemand checkt es. Aber viele Leute sagen wahrscheinlich: „So, jetzt ist Baseball. Jetzt lasst mich einfach fucking in Ruhe." So, der Mensch muss konstant ausreden, sich ausdenken, dass man einfach mal in Ruhe gelassen wird, son Schutzschild um sich rum, wo einfach mal alle Leute weggedrückt werden und so. Deswegen, äh, das ist wichtig.
Speaker 2
Ja, ironischerweise n Schutzschild vor den eigen gemachten Konventionen.
Speaker 3
Ja.
Speaker 2
Also wenn Eheleute sich Hobbys besorgen, um nicht in der Ehe befindlich zu sein, laufen sie weg vor einem Problem, was sie gar nicht haben müssten. Sie müssen nicht in einer Ehe sein. Weißt du, was ich meine? Viele Menschen-
Speaker 3
Okay, das eröffnet natürlich-
Speaker 2
Ich mein doch, viele Menschen-
Speaker 3
-interessante Perspektiven.
Speaker 2
(lacht) Du müsstest nicht.
Speaker 3
Erweitere gerade.
Speaker 2
Man muss es nicht. Menschen laufen weg vor Regeln, von denen sie glauben, sie müssten die erfüllen, weil die Gesellschaft es macht.
Speaker 3
Ah.
Speaker 2
Man muss sich mal frei machen.
Speaker 3
Interessante, interessante. Hab ich so noch nicht drüber nachgedacht. Ich soll mich selbst schütteln?
Speaker 2
Ich-
Speaker 3
Oder wie Brad Pitt jemanden haben, der mich schüttelt.
Speaker 2
Fühlt euch von mir geschüttelt und macht euch mal frei von euren gesellschaftlichen Ambitionen, vor denen ihr dann mit komplexen, komplexen, äh, Konstrukten wie zum Beispiel, ich mag mein Formel eins am Sonntag- -fliehen müsst. Frei machen, könnt ihr euch ja frei machen.
Speaker 3
Aha, okay. Nee, das-- das, äh- Ich nehme das auf jeden Fall mit auf die Reise.
Speaker 2
Nimm das mal mit auf die Reise. Geh damit mal schwanger.
Speaker 3
Wir machen mal siebzig Runden in Melbourne mit dieser Idee und dann schauen wir mal, wie es, ähm, finde ich, finde ich gar nicht so schlecht.
Speaker 2
Siebenundfünfzig.
Speaker 3
Finde ich gar nicht so schlecht. Ja, ich habe letztens auch gedacht, der einzige Ort, an dem man sich noch langweilt, ist im Bett vorm Einschlafen. So, du, du liegst da rum und denkst dir, pfff... Soll ich noch mal einen Laptop aufmachen? Und ich habe ja Army, so dass ich meinen Arm so aufstelle und den dann so wieder runter-
Speaker 2
Army.
Speaker 3
Armee, so den Arm so aufstelle und dann den so runterklappen lasse. Und das ist echte Langeweile, wenn du nicht einschlafen kannst. Das ist echte, das ist echt fürn, fürn von An-- von Geburt an ist der Mensch mit dem Problem konfrontiert, dass du nicht sofort einschlafen kannst und einfach herumliegst.
Speaker 2
Das passt thematisch sehr gut, weil gerade haben wir so gesprochen über so tun als ob. Einschlafen ist so tun als ob man schläft.
Speaker 3
Ach, du, du schauspielerst schlafen, um einzuschlafen?
Speaker 2
Ja. Ich meine, wir sind alle keine geborenen Schauspieler. Du schon, du bist Schauspieler. I guess, okay. Hast du irgendwann mal auf die Visa geschrieben? Ja, schon. Aber, ähm, wir alle spielen Schau beim Einschlafen.
Speaker 3
Wirklich? Das ist deine Technik?
Speaker 2
Sag noch eine, eine andere Sache, wo du so tust, als ob, um es dann zu tun.
Speaker 3
Auto fahren.
Speaker 2
Nein, nein, nein. Du fährst Auto.
Speaker 3
(Lachen) Nee, ich mach hup, hup. Ich tu so, als würde ich Auto fahren und ver-- plötzlich bewegt sich das Ding. Das Stahlmonster.
Speaker 2
Dann solltest du... Okay.
Speaker 3
Plötzlich bewegt sich's.
Speaker 2
Sehr gefährlich.
Speaker 3
Stahl-- Kaventsmann. Und ich denk mir, okay, wie geht das jetzt?
Speaker 2
Das wäre mein Name für ein Auto. VW Kaventsmann.
Speaker 3
VW, VW Kaventsmann, ja. Der Fiat Karacho. Einfach mal vorran.
Speaker 2
Ja, ja. Fiat Zampano.
Speaker 3
Fiat Zampano. Ja, wir brauchen, wir brauchen generell mehr Autos. Mehr Autos- Bessere Autonamen. Mehr Doppeldecker auch, wirklich. Ih-- Man muss ewig Parkplatz suchen, überall so. Was ist aus der Doppeldecker-Idee geworden? Warum mieten wir uns nicht-
Speaker 2
Nee, du stellst 'n Auto. Wär meine Idee.
Speaker 3
Dass du über dem anderen Auto parken kanns-- kannst?
Speaker 2
Die können wegfahren, aber deine, der Radabstand ist ein bisschen größer- -und dann kannst du hochfahren, wie so mit so ganz langen Beinchen.
Speaker 3
Aber wie steigt man dann aus? Hast du so eine kleine Strickleiter, die dann da-
Speaker 2
Nee, das ist wie beim Flugzeug, äh, drückst auf so 'nen Knopf und dann kommt so 'ne aufblasbare Rutsche runter.
Speaker 3
Ja. (Lachen) Und dann rutschst dir direkt in den Verkehr rein.
Speaker 2
Das, das leider, das konnten wir nicht um-- Also diese ganze Idee, dass wir wieder umsetzen konnten, vielen Dank noch mal ans Team.
Speaker 3
Danke an Fiat-
Speaker 2
Vielen Dank an Laura Bradwand, ähm, vielen Dank an Philipp, äh, Pisanovic.
Speaker 3
Karl Kleisel, ähm, Richard Wagenhund, äh, Mehmet Schmip, ähm-
Speaker 2
Genau.
Speaker 3
Ferdinand Carando.
Speaker 2
Leider konnten wir uns nicht erinnern, die das Ausklappen ist ultralaut.
Speaker 3
Ja.
Speaker 2
Das ist 'n Sprengstoff, also das ist tatsächlich einfach TNT, was die, ähm-
Speaker 3
In die Rutsche rein, damit's-
Speaker 2
In die Rutsche rein, damit die schnell expläkt. Genau, also wenn man das, deswegen darf man's bislang nicht in geschlossenen Ortschaften parken. Du musst bislang runterspringen. Weil es macht: (imitiert Explosion) Es ist zu laut. Und du ka-- das einzuwickeln dauert auch ewig, äh.
Speaker 3
Schlafsack. Witziges Spiel für alle da draußen, ähm, hat auch was mit Autos zu tun. Witziges Spiel, vor allem für die Autobahn. Ähm, spiele ich immer gern und-
Speaker 2
Na auffahren und Lichthupe.
Speaker 3
(Lachen) Genau, mal-- Und wenn jemand hinter einem ist, kurz bremsen einfach mal.
Speaker 2
(Lachen) Das liebe ich, weil, äh, das kriegen die manchmal nicht- Aufmerksamkeitstests.
Speaker 3
Und, ähm, da gucke ich mir immer gerne die Kennzeichen an und ich stelle mir vor, es ist ein Name und dann lache ich, weil es witzig klingt. Letztens gesehen-
Speaker 2
Ich hör Podcasts.
Speaker 3
Oh, okay, du hast heute echt ein paar richtig geile Ideen dabei. Nee, was ich mache, ich guck mir das, das Kennzeichen an und denk mir, äh, das könnte ja 'n Name sein. Ja? Ähm, letztens zum Beispiel gesehen, Ohmp. O-H-M-P.
Speaker 2
Ossholstein?
Speaker 3
Ossholstein, MP. Und Ohmp ist 'n, find ich, grundsolider Name, wenn ihr mein seid-- äh, das ist übrigens meine WG. Das ist, äh, Lisa, äh, Claudia, Manfred und Ohmp. Und genau, also hier ist die Küche-
Speaker 2
Okay. Ohmp ist der Name?
Speaker 3
Wie bitte?
Speaker 2
Ohmp ist dein Name?
Speaker 3
Genau. Lisa, Laura, Martin Ohmp.
Speaker 2
Hi, Ohmp.
Speaker 3
Hi.
Speaker 2
Das ist dein Name? Also so heißt du, ist einfach dein Name?
Speaker 3
Ja, ich heiße, ja, ich heiße Ohmp.
Speaker 2
Krieg man einen Ausweis sehen, weil... (Lachen)
Speaker 3
Klar, natürlich. Hier, Ohmp, Ohmp Wagner. Bei mir zu Hause heißen alle Ohmp.
Speaker 2
Was? Ohmp. Nee, jetzt finde ich das viel spannender als der Fakt, dass du so heißt, finde ich, dass alle bei dir in der Familie so heißen.
Speaker 3
Na ja, bei mir im Dorf heißen alle Ohmp. Also die meisten heißen Ohmp.
Speaker 2
O-H-M-P jetzt.
Speaker 3
O-H-M-P, genau. Ohmp.
Speaker 2
Noch nie gehört. Spannend.
Speaker 3
Wie heißt du?
Speaker 2
Ähm, Kneffstoff. (Lachen) Kneffstoff.
Speaker 3
Ach so, na gut. Also die Küche ist da hinten. (Lachen) Kneffstoff. Ja, ähm, das ist auch 'n guter Name, aber, ne, macht das gerne mal, schaut auf Kennzeichen und falls ihr witzige Namen findet, äh, schickt sie mir gerne. Ich lache-
Speaker 2
Ja, oder lest mein Buch. Ähm, auf jeden Fall vielen Dank für, äh, deinen Vorschlag.
Speaker 3
Nein, bitte beim Autofahren kein Buch lesen. Den Fehler habe ich zu oft, viel zu oft gemacht. Ja? Ich war noch bei Stolz und Massenkarambolage. Das war eine ganz schlechte Idee. Ne, ganz schlecht.
Speaker 2
Das wäre mal ein Titel für 'n Buch.
Speaker 3
Ja, Stolz und Massenkarambolage.
Speaker 2
Stolz und Massenkarambolage. Jaaa. Lieb ich.
Speaker 3
Finde ich richtig, ja, finde ich gut.
Speaker 2
Nie gelesen.
Speaker 3
Nee, auch nie gelesen, nee. Äh, letztens ist es mir in die Hände gefallen, Madame Bovary, auf Französisch klingt saulangweilig, äh, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich bin auch, ich bin wirklich, ich werd immer glücklicher mit meiner fast schon zügellosen antiintellektuellen Einstellung. Mir ist alles scheißegal. Hegel, Kant können zur Hölle fahren. Die können mir alle mal den, den, den Poppes abwischen. Ist mir alles egal. Und Flaubert und so ist mir doch egal. Früher hätte ich so ein Buch in der Hand gehalten und mir gedacht, wow, okay, stimmt. Madame Bovary, das müsste man eigentlich mal lesen, müsste man sich mal Zeit freischaufeln. Jetzt sehe ich hier... (Sprachfetzen)
Speaker 2
Du wirst zum Bully. Du wirst zu deinen Schulbullies.
Speaker 3
Da bin ich mittlerweile angekommen, ja. Muss ich ehrlich sagen.
Speaker 2
Ja, ich muss immer mal eingestehen, ganz im Gegenteil, ähm, die Sachen, die so wahnsinnig, so Klassiker, die muss man gelesen haben und so. Und dann denkt man, oh, Jesus Christ, wahrscheinlich hasse ich das. Und dann liest man das und denkt, ja, ist schon ganz cool. Und dann-
Speaker 3
Jaaa.
Speaker 2
Dann denkt man aber, ah, ich bin gar nicht so besonders. Ah, ich bin gar nicht besonders. Ah, ich mag genau die Sachen, die alle mögen. Die die Menschheit mag. Ich bin am Ende einfach 'n boring ass Mensch.
Speaker 3
Ja, aber es gibt auch 'n paar Klassiker, also gerade auch im, im Kinderbuchbereich-
Speaker 2
Wo alle liegen.
Speaker 3
-bin ich mittlerweile sehr kritisch.
Speaker 2
Wo alle gelogen haben.
Speaker 3
Wo alle gelogen haben, ja.
Speaker 2
Genau.
Speaker 3
Und das ist auch Bullshit, ich, ähm... Zum Beispiel Regenbogenfisch. So, es gibt ja nur so drei- Es gibt ja nur so, es gibt ja nur so drei, vier Kinderbücher, die auch super Klassiker sind. Es gibt-- Raupen immer satt. Der große Krabbe, der Regenbogenfisch.
Speaker 2
Der kleine Prinz.
Speaker 3
Oder Maulwurf Grabowski.
Speaker 2
Nee, der, Wer hat dem Maulwurf auf den Kopf gekackt?
Speaker 3
Das ist 'n biss-- Und was anderes. Es gibt zwei Maulwürfe. Und dann gibt's noch den Maulwurf Grabowski.
Speaker 2
Warum ist, warum ist der Maulwurf so arg überrepräsentiert bei Kinderbüchern?
Speaker 3
Gute Frage. Ja, oh, ja.
Speaker 2
Hast du jemals 'nen Maulwurf gesehen?
Speaker 3
Tatsächlich noch nie.
Speaker 2
Hast du jemals 'n Regenbogenfisch gesehen?
Speaker 3
So, Regenbogenfisch. Kurze Zusammenfassung. Regenbogenfisch. So, in dem Buch Regenbogenfisch geht's ums Anderssein. Es ist ein Buch übers Anderssein. Der Regenbogenfisch ist anders als die anderen Fische. In welcher Hinsicht ist er anders? In drei. (Lachen) So, erstens, er ist bunt. Deswegen heißt der Regenbogenfisch.
Speaker 2
Gibt's keine anderen Regenbogenfische im Buch?
Speaker 3
Nein, es gibt einen einzigen Regenbogenfisch. Er ist bunt.
Speaker 2
Wie sehen die anderen aus? Einfach blau?
Speaker 3
Relativ eintönig, hellblau, dunkelblau oder so, aber-
Speaker 2
Softgeil.
Speaker 3
Ist eher eintöniger, genau.
Speaker 2
Okay.
Speaker 3
Also erstens, er ist bunt. Zweitens, er hat Glitzerschuppen.Drittens, er hat Glitzerflossen. So. Das sind die drei Dinge, in denen er sich von den anderen unterscheidet.
Speaker 2
Der Pedant, der ich bin. Ja, genau. Kurz mal... Genau, das ist nötig. Das ist nötig. Er ist einfach schöner. Er ist schöner.
Speaker 3
Und darum geht es auch.
Speaker 2
Deswegen meine ich, er ist ja nicht in drei...
Speaker 3
Ja, es wird noch wichtig. So, und das ist nämlich auch, das Buch beginnt mit: „Der Regenbogenfisch ist glücklich, weil er ist der Schönste. Er hat die Glitzerschuppen, die sonst niemand hat und er schwimmt glücklich durchs Meer. Und dann kommt ein anderer Fisch und sagt: „Willst du mir nicht eine Schuppe geben? Der Regenbogenfisch sagt: „Pfff. So. So wie du.
Speaker 2
So wie du zu stolzefolt hast.
Speaker 3
So, und dann kommt – und das finde ich auch vom Storytelling her eine Schwäche –, kommt mehr oder weniger schlagartig der Punkt, wo der Regenbogenfisch unglücklich ist und sagt: „Warum spielt denn niemand mit mir?
Speaker 2
Er gibt aber, Moment, er gibt Leuten das nicht bewusst. Nein, nein, nein.
Speaker 3
Das ist das Ding. Normalerweise...
Speaker 2
Netflix Note wäre jetzt schon gewesen: „Der Charakter ist unsympathisch. Die Hauptfigur ist unsympathisch. Netflix würde den Regenbogenfisch heute gar nicht mehr produzieren.
Speaker 3
Und der Ringbogenfisch irgendwie ist unglücklich und kommt damit nicht mehr klar, ohne dass es einen Grund gibt. Ich finde, wenn eine Figur ihr Leben lang auf Weise A gelebt hat und plötzlich nicht mehr, muss es dafür irgendeinen Grund geben. Gibt es hier gar nicht. Sagt er einfach nur: „Hä, warum will niemand mit mir spielen?
Speaker 2
Eine schleichende Erkenntnis.
Speaker 3
So, und dann geht er zum Tintenfisch und fragt im Rat und dann sagt er: „Gib mal bitte deine Glitzerschuppen her, und der Regenbogenfisch sagt... So, und dann kommt der kleine Fisch noch mal an und sagt: „Willst du mir nicht deine Schuppen geben? Und dann sagt der Regenbogenfisch: „Ja, okay, eine kann ich dir geben, wird nicht schaden.
Speaker 2
Dazwischen hat sich nichts verändert.
Speaker 3
Nichts verändert.
Speaker 2
Außer sein Unglück. Gar nichts.
Speaker 3
Jetzt gibt der Regenbogenfisch seine Glitzerschuppen ab, also Körperteile von sich gibt er ab und gibt jedem anderen Fisch eine Glitzerschuppe, sodass am Ende alle- Ungefragt? Nein, die wollen das schon. Die sagen: „Ah, so. Und dann haben alle Fische eine Glitzerschuppe, alle sind gleich, und jetzt spielen sie auch mit dem Regenbogenfisch. So, ein paar Fragen. Erstens: Was zur Hölle soll die Moral sein? Bezahle Leute, damit sie mit dir spielen wollen? Du kannst nur dann Freunde sein mit jemandem, wenn alle gleich sind, wenn alle eine Glitzerschuppe haben. Klar, man kann sagen, sei nicht eitel und gib was von deinem Reichtum ab, aber das ist ja sein Körper. Es ist ja nicht so, dass er jetzt viele Muscheln hat, sondern das ist sein Körper, seine Glitzerschuppen. Und ein paar andere Fragen noch. Er ist immer noch der einzige Fisch, der bunt ist und er hat auch Glitzerflossen, die er nicht abgeben kann. Das heißt, er wird immer anders sein als die anderen Fische.
Speaker 2
Der zweite Teil ist ein bisschen gore.
Speaker 3
Es ist Bullshit.
Speaker 2
Da muss er die reißt, wird ihm dann die Flosse abgerissen. Da kommt dann eine Gang.
Speaker 3
Ach, echt so? Ja. Und dann kann er auch nicht mehr schwimmen und schwimmt im Kreis.
Speaker 2
Im Kreis, bis er sich dann zu Tode hungert.
Speaker 3
Das ist Bullshit und da sage ich Klassiker hinterfragen. Ja, spannend. Klassiker radikal hinterfragen. Was soll hier die Botschaft sein?
Speaker 2
Ja genau, es ist noch nicht ganz klar. Weil Währung, genau, ist das eine. Ist ja auch nicht ganz klar, Schuppen hat man ja wahrscheinlich auch aus Gründen.
Speaker 3
Ja, richtig.
Speaker 2
Also er gibt ja etwas ab.
Speaker 3
Oder ist er natürlich so geboren? Ist er nicht so, als hätte er die jetzt jemandem geklaut oder irgendwie vererbt oder so?
Speaker 2
Ist das so eine Umverteilungskritik? Nein. Also Milliardäre werden aus dem eigenen Reichtum immer reicher. Die großen Schuppen, der reiche Fisch, die wachsen ihm selber nach.
Speaker 3
Man weiß nicht, wofür die Schuppen stehen.
Speaker 2
Man weiß auch nicht, ob er die gebrauchen kann oder nicht, oder? Ist nicht so, dass er die alle abgibt und dann kommt ein Schwertfisch in die Seite rein und nur weil er die alle abgegeben hat, stirbt er.
Speaker 3
Nein, nein, nein. Es ist einfach nur ein Zeichen für Schönheit. Und selbst wenn das eine Metapher für Schönheit ist, was ist die Botschaft? Gib ihr ab. Gib deine Schönheit ab an die Hässlichen, damit ihr alle gleich seid. Also ich raffe es wirklich nicht. Und warum macht es-- Vor allem, warum heißt das Buch „Regenbogenfisch, wenn die Tatsache, dass er bunt ist, keine Rolle spielt. Es geht nur die Glitzerschuppen, nicht darum, dass er auch noch bunt ist, was nie zur Sprache kommt, niemanden interessiert und einfach nur random da ist. Und warum gibt man ihn Glitzerflossen? Das sagt, du bist für immer anders als alle anderen. Selbst wenn du deine Schuppen abgibst, du wirst immer auch die Glitzerflossen haben. Wir alle wissen warum? Weil kleine Kinder es cool finden, wenn das Buch glitzert.
Speaker 2
Mhm.
Speaker 3
Das ist der wahre Grund. Merch verkauft. Merch und einfach billiges Schauspiel, billiger Schauwert, Glitzerschauwert, aber die Botschaft bleibt komplett auf der Strecke.
Speaker 2
Gibt's nicht das hässliche Entlein? Ja. Das ist ja ein ähnliches Prinzip. Du hast das eine, aber da ist es halt ein bisschen cleverer vielleicht.
Speaker 3
Ja, da ist es eigentlich traurig, dass du hässlich bist, weil eines Tages bist du schön und dann bist du auch glücklich. Aber hässlich kann man weiterhin nicht können.
Speaker 2
Okay, Raupe Nimmersatt. Raupe Nimmersatt isst, isst, isst und dann wird sie nicht mehr...
Speaker 3
Genau, Raupe Nimmersatt wacht auf, frisst, frisst, frisst, frisst, frisst, hat dann Bauchweh, dann frisst es ein bisschen gesünder und dann wird es ein Kokonen-Schmetterling. Aber das ist einfach-Warum geht's immer Schönheit?
Speaker 2
Warum geht es immer darum, dass man... Keine Angst, keine Angst, am Ende bist du immer noch schöner.
Speaker 3
Also ich finde es geil. Also ich raffe es nicht. Und deswegen hinterfragen und wirklich mal radikal, was da los ist.
Speaker 2
Oder Buddenbox. Immer hinterfragen.
Speaker 3
Was genau willst du dahin?
Speaker 2
Der kontinuierliche Zerfall der Familie.
Speaker 3
Was für ein Zerfall?
Speaker 2
Der kontinuierliche Zerfall dieser Familie, wo man auch sagen kann, ist das nicht alles ein bisschen gewollt? Also da gibt es Thomas Budenbrook, der ja gut, aber es zeigt sich immer der bürgerlichen Vorstellung und Wertegesellschaft. Ja, aber dann nur, weil er dann Zahnprobleme hat und sich dann vielleicht nicht mehr so sehr um seine Gesundheit-Der Zahn steht für Faschismus. Ja, aber dass er dann sagt: „Gut, diese Firma, die fühle ich nicht mehr so, wie mein Vater das geführt hat, sondern ich breche mit den Konventionen und mache es, wie ich selber fühle.
Speaker 3
Zahnspüler raufe das Damr kief.
Speaker 2
Es geht halt gar nicht klar. Er hat ja auch bunte Flossen.
Speaker 3
Ja. Bitte Leute, tut uns den Gefallen und hinterfragt auch diese Folge. Ja, ich sag's: Hinterfragt auch diese Folge. Radikale Exegese.
Speaker 2
Exegese?
Speaker 3
Mal ein Wort gesagt. Haut rein. Wir wünschen euch ganz viel Spaß und wir sehen uns wahrscheinlich nächste Woche beim Lesen, beim Lernen und beim Lachen.
Speaker 2
Beim Autofahren und beim Lesen und am besten beides zusammen. Ganz viel Spaß. Vielen lieben Dank. Danke schön. Tschüss.
Speaker 6
Sich schnell, schnell für irgendeinen Mobilfunkanbieter entscheiden oder erst mal in Ruhe kennenlernen. Nach dem ersten Date zieht man ja auch nicht gleich zusammen. Mit dem neuen Kennelerntarif kannst du Kongsta jetzt erst mal ganz entspannt und unverbindlich einen Monat lang testen. Inklusive 5G-Geschwindigkeit für einmalig einen Euro. Und wenn's passt, wird vielleicht was Festes draus. Zum Beispiel mit der AllNet Flat M mit jetzt 50 GB für nur 22 Euro im Monat. Kongstar – für mehr fair.